Der allerletzte Tag der Menschheit

Hosea Ratschiller & Radeschnig

Der Kabarettist Hosea Ratschiller – musikalisch begleitet von RaDeschnig – erhielt für “Der allerletzte Tag der Menschheit” 2016 den österreichischen Kabarettpreis und 2017 den Salzburger Stier und hat somit den Oscar und den Golden Globe der heimischen Kleinkunst abgeräumt.

Mit der satirischen Collage „Der allerletzte Tag der Menschheit (Jetzt ist wirklich Schluss!)“ ist Hosea Ratschiller ein facettenreiches, aktuelles Endzeit-Szenario gelungen, das mit intelligentem Witz, mildem Spott und respektvoller Nähe zu Karl Kraus das Abgründige unserer Gegenwart aufdeckt. Analog zur Atmosphäre vor dem 1. Weltkrieg protokolliert der Kabarettist einen Sommertag des Jahres 2014, in dessen Verlauf das österreichische Antlitz in seinen variablen Ausprägungen dank der brillanten Vortragskunst des Autors höchst bühnenwirksame Gestalt annimmt. Birgit und Nicole Radeschnig liefern ihm dafür spielfreudig den trefflichen Soundtrack. (Jurybegründung Österr. Kabarettpreis)

Der Ausspruch des Kaiserenkels Karl Habsburg, der im Zusammenhang mit dem ersten Weltkrieg gemeint haben soll: „Natürlich ist auch bei uns nicht alles optimal gelaufen", inspirierte den Kabarettisten, Kolumnisten und Moderator Ratschiller zu einem Protokoll über den allerletzten Tag der Menschheit: Österreich an einem heißen Sommertag. Das nahende Ende liegt in der Luft und das von Karl Kraus beschrieben „österreichische Antlitz“ zeigt sich in seiner Vielfalt und in seiner Hässlichkeit.

Hosea Ratschiller beschreibt in seiner Collage „Der allerletzte Tag der Menschheit (Jetzt ist wirklich Schluss!)“ voll Ironie und schwarzem Humor, wie diese allerletzten 24 Stunden in Österreich verlaufen könnten. Und dafür erweckt er 43 höchst unterschiedliche Charaktere zu einem äußerst bühnenwirksamen Eigenleben. Eine in jeder Hinsicht fabelhafte Satire zum Zustand des Wesens "Österreich", die mit intelligentem Witz, scheinbar spielerisch, die Abgründe in unserer Gesellschaft und Gegenwart aufspürt. (aus der Jurybegründung zum Salzburger Stier)

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